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SCHNEIDER, Hans

Lose Anweisungen für klare Klangkonstellationen. Musiken und musikalische Phänomene des 20. Jahrhunderts: ihre Bedeutung für die Musikpädagogik

2000

Mittwoch 25. Oktober 2006, von Rob Weale

Alle Fassungen dieses Artikels: [Deutsch] [English]

Schneiders Buch ist aus der Sicht des Musikerziehers geschrieben. Der Autor begreift sein Buch als eine mögliche Sichtweise, nicht eine schlüssige Theorie und damit eine "beschauliche Sicherheit" (Schönberg) anzubietet, vielmehr ist sein Ziel die ErschlieŸung und –ffnung von Problemräumen. Damit verbunden spannt er einen Bogen zu Michel Foucault, der die "Kunst der Erziehung" als Produkt einer gnadenlosen Aufklärung versteht. Für Schneider bezieht sich dies u.a. auf die Differenz zwischen Komposition und Improvisation. Diese Abgrenzung sollte nur eine geringe Bedeutung haben, ein Umstand, der mit einem nicht unwesentliche Teil der neuen Musik zu tun hat: offener Werkcharakter und emanzipatorische Haltung gegenüber Interpreten und Publikum und der Miteinbeziehung von Alltagsgeräuschen als tragfähiges Material der Kunstmusik.
Schneiders Buch bietet einen immenser œberblick über die möglichen Vernetzungen von Kunst, Literatur und Musik. Insgesamt ein guter Einstieg für jemanden, der einen umfassenden œberblick sucht, wobei eines der 6 Kapitel Bezug nimmt auf Elektroakustische Musik.

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